Gefrierschrank kühlt nicht mehr richtig – Das können die Ursachen sein!

Gefrierschrank Reparatur Wann lohnt sich der Gefrierschrank Reparatur-Service noch?

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Gefrierschrank in seiner Kühlleistung nachlässt? Wird der Inhalt nicht mehr richtig kalt, kann das verschiedene Ursachen haben. Viele denken sofort an eine Neuanschaffung, doch das ist gar nicht immer nötig! Hier finden Sie einige Tipps und Tricks, die eventuell dabei helfen, dass der Gefrierschrank schon bald wieder seine gewohnte Leistung erbringt. So können Sie idealerweise viel Geld sparen und müssen Ihr Gerät nicht austauschen, denn falls Sie denken, der Gefrierschrank kühlt nicht, kann dies teilweise auch leicht behoben werden.

Ursache #1: Verschmutzter Kondensator beeinflusst die Kühlleistung

Sehr simpel, aber zugleich die häufigste Ursache, warum ein Gefrierschrank nicht mehr richtig kühlt und die volle Leistung erbringt, sind verschmutzte Kondensatorspulen. Diese befinden sich in der Regel auf der Rückseite des Gerätes und sind offen zugänglich oder am Boden hinter der Sockelleiste. Durch die Rippen des Kondensators wird Kältemittel gepumpt, welches den Innenraum kühlt. Gleichzeitig wird überschüssige Wärme abgegeben.

Wie bei vielen Elektrogeräten zieht auch ein Gefrierschrank Staub an. Da Elektrogroßgeräte wie Kühl- oder Gefrierschränke eher selten nach vorne geschoben werden, um dahinter zu putzen, sammelt sich hier schon nach kurzer Zeit viel Schmutz an. Gemischt mit Küchendämpfen, die beim Kochen entstehen und weiteren Verschmutzungen lagert sich das Gemisch auf den Kondensatorspulen ab und verhindert damit einen normalen Temperaturaustausch. Die Folge: Der Gefrierschrank kann die Gefriertemperatur nur schwer halten, muss ständig kühlen, was aber nicht mehr richtig funktioniert. So steigt nicht nur der Energieverbrauch des Gefriergerätes insgesamt, sondern auch die Kühlleistung lässt immer weiter nach.

Lösung:

Stellen Sie fest, dass die Kondensatorspulen verschmutzt sind, reinigen Sie diese vorsichtig mit einem weichen Tuch. Ziehen Sie aber unbedingt zuvor den Netzstecker heraus! Achtung: Bereits kleinste Beschädigungen an den Rippen können zum Austritt von Kühlflüssigkeit führen!

Ursache #2: Gefrierschrank kühlt nicht wegen defekter Dichtungen

Fast genauso häufig wie verschmutzte Kondensatoren sind defekte Dichtungen, denn diese sind besonders anfällig für Beschädigungen. Sie werden bei jedem Öffnen und Schließen stark belastet und können schnell beschädigt werden.

Kontrollieren Sie die Türdichtungen rundherum. Sind diese porös oder eingerissen, müssen sie ausgetauscht werden, da hierdurch die Kälte entweicht und der Innenraum sich aufheizt. Demzufolge steigt durch eine defekte Dichtung auch der Energieverbrauch, da das Gerät ständig die Temperatur angleichen muss. Außerdem ist die Kühlleistung beeinträchtigt, selbst wenn nur ein vermeintlich kleiner Riss vorhanden ist.

Lösung:

Defekte Dichtungen können Sie, mit etwas handwerklichem Geschick, selbst austauschen. Die Dichtungen lassen sich im Online-Fachhandel bestellen. Alternativ ist der Austausch ebenso durch den Kundenservice oder einen Techniker möglich.

Ursache #3: Innenraum mit dicker Eisschicht bedeckt

Ist der Gefrierschrank stark vereist, lässt ebenfalls die Leistung nach. Stellen Sie das bei Ihrem Gerät fest, sollten Sie es unbedingt abtauen.

Lösung:

Das Gefriergut wird für diese Zeit am besten im Kühlschrank, in Kühlboxen oder -taschen mit Eisakkus zwischengelagert. Ziehen Sie den Stecker des Gerätes und öffnen Sie die Tür. Vor die Tür sollten Sie ein Handtuch oder Ähnliches legen, um das Tauwasser aufzufangen.

Der Abtauvorgang lässt sich beschleunigen, indem Sie die Eisschicht mit etwas Salz bestreuen oder mit einem Kunststoff- oder Holzspatel das Eis vorsichtig abkratzen. Nachdem alles Eis geschmolzen ist, empfiehlt es sich, die Oberflächen gründlich mit Spülmittel zu reinigen und erst danach das Gerät wieder in Betrieb zu nehmen. Idealerweise tauen Sie Ihren Gefrierschrank zwei Mal jährlich ab – sofern Sie nicht über einen Gefrierschrank mit NoFrost Technologie verfügen.

Ursache #4: Zu wenig Kältemittel

Gefrierschränke erzeugen die Temperatur, genauso wie Kühlschränke, durch ein Kältemittel. Dieses wird permanent durch die Leitungen auf der Rückseite des Gerätes gepumpt. Fühlen Sie vorsichtig, ob diese Leitungen an verschiedenen Stellen unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Falls das der Fall ist, könnte ein zu niedriger Kühlmittelstand die Ursache sein, dass das Gerät nicht mehr richtig kühlt.

Lösung:

Das Kältemittel können Sie theoretisch selbst nachfüllen. Dazu müssen Sie sich aber erkundigen, welches Kältemittel in Ihr Gerät gehört und wo es eingefüllt werden muss. Achten Sie nach dem Auffüllen darauf, ob das Problem schon bald wieder besteht. Dann kann ein Leck vorhanden sein, durch welches das Kältemittel ausläuft.

Sind Sie sich unsicher, welches Kältemittel Sie benötigen, dann erkundigen Sie sich beim Fachmann. Wählen Sie das falsche, kann es zu Beschädigungen des Kühlkreislaufes kommen, woraufhin das Gerät ausgetauscht werden muss.

Ursache #5: Falls vorhanden, könnte der Ventilator verschmutzt oder defekt sein

Ebenfalls ein Problem ist ein verschmutzter oder defekter Ventilator. Doch nicht alle Gefrierschränke besitzen einen. Man findet einen solchen Lüfter in Geräten mit No-Frost-Technologie. Ob Ihr Gerät einen Ventilator hat, können Sie durch eine Sichtprüfung in den oberen Teil des Gefrierschranks feststellen, denn dort befindet sich der Lüfter. Alternativ können Sie ebenfalls in der Bedienungsanleitung nachschauen.

Lösung:

Ziehen Sie zuerst den Netzstecker und schauen Sie sich dann den Ventilator an. Ist der Lüfter verunreinigt, säubern Sie diesen zunächst. Testen Sie mit der Hand, ob sich das Lüfterrad frei drehen lässt. Ist es schwergängig, kann etwas Öl helfen. Stellen Sie Defekte fest oder dreht sich das Rad danach noch immer nicht frei, müssen Sie den Lüfter austauschen.

Ursache #6: Thermostat defekt oder Temperaturfühler falsch angebracht

Ein defektes Thermostat kann dazu führen, dass der Gefrierschrank nicht mehr richtig kühlt. Zu finden ist dieses in der Nähe des Temperaturreglers oder auf der rechten Seite. Es muss aber nicht unbedingt defekt sein. Genauso möglich ist es, dass der Fühler in der falschen Position ist.

Lösung:

Testen Sie das Thermostat folgendermaßen: Trennen Sie den Gefrierschrank zunächst vom Stromkreis. Schalten Sie dann von der niedrigsten Temperatureinstellung auf die höchste. Achten Sie dabei auf ein leises Klicken. Haben Sie dieses gehört, ist das Thermostat wahrscheinlich nicht defekt. Überprüfen Sie auch, ob der Temperaturfühler an der Innenseite fest an der Verdampferplatte anliegt und nicht lose ist.

Technisch Versierte oder der Kundenservice können den Temperaturfühler überbrücken und dessen Funktion überprüfen. Ist er defekt, kann er meist kostengünstig ausgetauscht werden.

Ursache #7: Heizelement defekt

Die Heizung sitzt am Verdampfer und sorgt für die Temperaturregelung. Funktioniert diese nicht mehr einwandfrei, ist die Temperatur zu hoch, zu niedrig oder stark schwankend. Es handelt sich hierbei um ein vergleichsweise günstiges Bauteil, welches durch einen entsprechenden Fachmann relativ preiswert ausgetauscht werden kann.

Ursache #8: Hauptplatine fehlerhaft

Der Gefrierschrank kühlt nicht und Sie haben alle anderen genannten möglichen Ursachen ausschließen können, so ist möglicherweise die Hauptplatine defekt. Diese können Sie mit einem Multimeter durchmessen, sofern Sie die nötigen Kenntnisse besitzen. Für viele Geräte gibt es diese Platinen nachzukaufen. Somit lohnt sich auch hier oft ein Austausch, anstatt den Gefrierschrank zu entsorgen und ein neues Gerät anzuschaffen.

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