Kann man Plätzchen und Kekse einfrieren?

Kekse einfrieren Zu viele Kekse gebacken? Ganz einfach Kekse einfrieren und länger haltbar machen

Gute Frage, die wie alle wichtigen Fragen des Lebens mit einem ärgerlichen „Ja, aber …“ beantwortet werden könnte. Wir sagen lieber „Ja, man kann Plätzchen und Kekse einfrieren“, erklären Ihnen wie und warum und führen in einem extra Abschnitt die paar Ausnahmen auf, bei denen das nicht so gut geht. Gerade in der Weihnachtszeit, sind diese Informationen für viele sehr interessant.

Warum sollte man Plätzchen oder Kekse einfrieren?

Plätzchen und Kekse schmecken je nach Sorte entweder frisch aus dem Ofen (Mürbeteig, Rührteig) oder nach einer gewissen Zeit der Lagerung am besten (Lebkuchen, Rum-Monde).

Wenn Sie in Ihrer „heimischen Keks-Werkstatt“ in begeistertem Überschwang viel zu viele Weihnachtskekse produziert haben, gibt es dennoch Tricks, viele dieser Kekse und Plätzchen ein paar Wochen oder Monate einzufrieren. Im kalten Februar schmecken sie dann besonders gut – und Sie haben sich keine überflüssigen Kilos durch Kekse „angefuttert“, auf die Sie eigentlich schon überhaupt keinen Appetit mehr hatten. Sie müssen nur richtig eingefroren und richtig aufgetaut werden, und genau darum geht es hier.

Werden Kekse durchs Einfrieren länger haltbar?

Natürlich, wie auch alle anderen eingefrorenen Lebensmittel in der Tiefkühltruhe Wochen bis Monate haltbar gemacht werden können.

Plätzchen bleiben aber auch ohne Einfrieren bis zu 4 Wochen frisch und knusprig, wenn sie durch Backpapier/Pergament getrennt in Blechdosen verpackt werden (pro Sorte eine Dose). Makronen etc. mit weichem Kern bleiben mit einem Stück Apfel in der Dose innen schön weich, die Keks-Dosen sollten gut verschlossen kühl und trocken gelagert werden. Auch gerne im Kühlschrank (außer Kekse mit Schokoladen-Überzug, der im Kühlschrank grau anläuft).

Lebkuchen, Honigkuchen, Spekulatius sollten zunächst ein bis zwei Tage offen gelagert werden, um dann in einer Blechdose mit einem Stück Apfel in zwei bis drei Wochen ihr volles Aroma zu entfalten (das Apfelstück sollte alle drei Tage gewechselt werden).

Vorher Einfrieren lohnt sich deshalb nur in bestimmten (Ausnahme-) Fällen:

  • Durch Eigenproduktion + Plätzchen-Geschenke ist ein merklicher Keks-Überfluss entstanden, der erst nach Weihnachten genussvoll abgebaut werden soll
  • Durch Reinigung mit scharfen Desinfektionsmittel wurde ein Übergewicht schädlicher Mikroorganismen erschaffen, das selbst Kekse in Blechdosen schlecht werden lässt
  • Sie backen nicht so gerne Plätzchen und möchten „in einem Rutsch“ eine Plätzchen-Sorte auf Vorrat produzieren, die sich erfahrungsgemäß gut einfrieren lässt (dazu gleich)

Kann Einfrieren Qualität und Konsistenz der Kekse beeinträchtigen?

Das kommt auf die Keks-Sorte an. Jede Art von Gebäck, das nur aus einem einzigen Teig besteht, lässt sich meist recht gut einfrieren (den wenigen Ausnahmen wird weiter unten ein eigener Abschnitt gewidmet).

Problemlos Einfrieren lassen sich z. B. folgende bekannte Keks-Sorten:

  • „Butterbrote“
  • Einfache Kekse aus Rührteig, Sandteig
  • Kokosmakronen, Kokosbusserln
  • Maschinenbäckerei (aus Rührteig für die Kekspresse)
  • Lebkuchen
  • Nusswürfel
  • Orangen-Schoko-Kekse mit Marzipan
  • Rumhalbmonde, Rumkugeln
  • Spitzbuben, andere Schichtschnitten mit Marmelade
  • Vanille-Kakao-Spiralen, Vanillekipferl (tauen besonders schnell auf)
  • Zimtsterne

Bei allen anderen Sorten müssen Sie nur kurz googeln, ob der Teig einer der gerade genannten Sorten ähnelt.

Wie sollte man Kekse und Plätzchen einfrieren?

Sollte sich der Überfluss schon absehen lassen oder geplant sein, empfiehlt sich das Einfrieren vom Keksteig. Der lässt sich hervorragend in einem vakuumierten Gefrierbeutel einfrieren und sollte sonst mehrmals in Klarsichtfolie eingeschlagen werden, bevor er luftdicht in einem Gefrierbeutel verpackt wird.

Plätzchen/Kekse sollten ohne Glasuren und Verzierungen wie Puderzucker, Hagelzucker, Schokostreusel eingefroren werden. Wenn die Plätzchen vollständig erkaltet sind, können sie in dicht verschließbare Tiefkühlbehälter verpackt werden. Legen Sie die Kekse nebeneinander aus, geben Sie eine Trennschicht darüber, auf die Sie die nächste Lage Kekse stapeln, und so weiter.

Die Trennschicht kann aus Frischhaltefolie oder aus Backpapier bestehen, oder aus Bäcker-Pergament. In Haushalten, in denen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird, werden solche Papiere gesammelt, zumal beim Kuchenkauf öfter gleich ein kleiner Stapel dieser Papiere mit verpackt wird.

Tipp: Vermeiden Sie beim Verpacken die Verwendung von Alufolie, die Moleküle an das Gefriergut abgeben kann.

Gibt es Unterschiede bei Keksarten?

WeihnachtsplätzchenDie oben genannten Keks- und Plätzchen-Sorten können noch Monate später ohne wesentlichen Geschmacksverlust genossen werden. Manche Sorten wie mürbe Kipferl Kekse schmecken sogar direkt aus dem Gefrierfach besonders lecker (wobei das Kleingebäck durch die geringe Größe und Feuchtigkeit immer ziemlich schnell auftaut).

Plätzchen mit den festen, kompakten Teigen eignen sich am besten zum Einfrieren. Kekse aus feinem, weichem Teig können durchs Einfrieren etwas weich werden; Kekse mit vielen feinen Aromen aus Backgewürzen, Früchten mit ätherischen Ölen etc. können Aroma verlieren. Ungefülltes, lockeres Gebäck z. B. aus Rührteig und Brandteig zieht Feuchtigkeit und bekommt deshalb schnell Gefrierbrand, wenn es nicht sehr sorgfältig luftdicht verpackt wird (Gefrierbrand ist nicht ungesund, trocknet aber aus).

Wenn empfindliche Kekse wie z. B. Schokostangen oder Gebäck mit Schokofüllung eingefroren werden sollen, wird das nur befriedigende Ergebnisse erbringen, wenn Sie die Kekse vorher auf einem Tablett einzeln frosten und dann in TK-Behälter umschichten.

Welches Weihnachtsgebäck sollte nicht eingefroren werden?

Zu den Plätzchen, die sich überhaupt nicht gut für das Gefrierfach eignen, gehören Makronen ohne Kokos/Nüsse und Kekse, die (zum Teil) aus Baiser- oder Makronenmassen entstehen: Macarons, Schoko-Busserl, Butterstangen und Himmelsleitern (Mürbeteig + Baiser-Auflage), die alle beim Einfrieren richtig schön zäh werden.

Oben wurde schon erwähnt, dass Plätzchen und Kekse möglichst ohne Verzierung eingefroren werden sollten. Das gilt auch für jede Art von Füllung, Belag, andersartiger Schicht mit Buttercremen oder Pudding, weil verschiedene Massen beim Einfrieren immer ein wenig ineinander übergehen können.

Wenn Sie darauf achten, immer nur den hauptsächlichen Teil aus einem Teig einzufrieren, können Sie damit aber immer noch fast alle Plätzchen einfrieren. Vorsicht ist immer nur angesagt, wenn ein Teig hauptsächlich aus Eiern (Protein) besteht und bei der Zubereitung ein großer Teil des Teigs schaumig geschlagen werden muss.

Die beste Verpackung zum Einfrieren von Weihnachts-Plätzchen

Wie gesagt, am besten sollten Sie Kekse und Plätzchen in spezielle Gefrierbehälter verpacken.

Diese Behälter werden so hergestellt, dass sie leicht zu reinigen sind und auch bei Minustemperaturen keinerlei Geschmackstoffe an das Gefriergut abgeben. Außerdem ist der Verschluss luftdicht und wasserdicht und lässt auch von außen keine Düfte/Aromen an das Gefriergut.

Diese Spezial-Behälter brechen auch bei starker Kälte nicht, werden nicht spröde und können deshalb beim Stapeln im Gefrierschrank auch einmal ein wenig gedrückt werden. Spülmaschinenfest ist der hochwertige Kunststoff natürlich sowieso, nur zu heiße Temperaturen sollten Sie den TK-Behältern ersparen.

Für Plätzchen eignen sich am besten flache, breite Kunststoffbehälter, in denen sich die Kekse gut lagenweise stapeln lassen.

Tipps & Tricks, die Sie beim Einfrieren beachten sollten

Frieren Sie immer nur relativ kleine Portionen ein, vielleicht mit gemischten Keksen, die bald nach dem Auftauen komplett verzehrt werden. Ein zweites Mal sollten Plätzchen nämlich nicht eingefroren werden, weil Geschmack und Qualität dabei erfahrungsgemäß zu stark leiden.

Achten Sie außerdem darauf, die Kekse nicht gerade genau neben geruchsintensiven Zwiebel- und Knoblauchgerichten einzufrieren, bei denen der beste Kunststoff möglicherweise nicht ganz geruchsdicht bleibt.

Frieren Sie nicht gleichzeitig große Mengen Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte oder Suppen ein, die dann besser über Nacht im Kühlschrank durchkühlen.

Wie lange kann man Kekse einfrieren?

Das ist vor allem eine Frage der Aromen, die je nach Intensität und chemischer Struktur einigen Wochen bzw. Monate erhalten bleiben. Näheres erfahren Sie auch in unserer Gefriertabelle.

Da es für solche Aromaverluste keine Tabellen über Aroma und Verlust gibt, sollten Sie einfach „auf Nummer sicher“ gehen: Achten Sie darauf, dass Sie die letzten eingefrorenen Weihnachtsplätzchen spätestens dann servieren, wenn Sie mit der Planung der Oster-Bäckerei beginnen. Bis dahin dürfte auch manches empfindliche Plätzchen das Einfrier-Experiment mit vollem Aroma überstehen.

Wie sollten tiefgefrorene Kekse und Plätzchen richtig aufgetaut werden?

Eingefrorene Kekse tauen am besten bei Zimmertemperatur auf, nachdem sie von der Verpackung befreit wurden.

Wenn die Plätzchen z. B. nachmittags zum „Kaffeeklatsch“ gereicht werden sollen, können sie schon einige Stunden vorher auf einer Servierplatte auslegen und höchstens ganz locker mit Folie oder Pergament abdecken.

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