Was ist Gefrierbrand?

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Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt. Sie entnehmen ein Stück tiefgefrorenes Fleisch aus dem Gefrierschrank, packen es aus und entdecken plötzlich graubraune Flecken und Eiskristalle darauf. Das ist ein Zeichen für Gefrierbrand. Was genau dahinter steckt, wie Sie Gefrierbrand vermeiden können und ob es gefährlich ist für unsere Gesundheit, die befallenen Lebensmittel dennoch zu verzehren, erklären wir in diesem Beitrag.

Was ist Gefrierbrand?

Unter dem Begriff „Gefrierbrand“ versteht man das Auftreten ausgetrockneter Randschichten bei tiefgefrorenen Lebensmitteln.

Wie sieht Gefrierbrand aus und woran erkenne ich ihn?

Gefrierbrand am Fleisch
Gefrierbrand am Fleisch
Gefrierbrand erkennen Sie an weißen (Geflügel, Obst und Gemüse) oder graubraunen Verfärbungen (sonstiges Fleisch und Fisch) an den eingefrorenen Lebensmitteln. Auch Speise-Eis kann Gefrierbrand haben. Dies erkennen Sie an den Eiskristallen daran.

Die Bezeichnung „Gefrierbrand“ kommt übrigens daher, weil die Stellen ähnlich aussehen, wie bei tatsächlich verbrannten Stellen.

Wie kann es zu Gefrierbrand kommen?

Gefrierbrand entsteht an den Stellen, wo das Lebensmittel Frischluft ausgesetzt ist, meist aufgrund undichter Verpackungen oder Temperaturschwankungen. Das Gefriergut trocknet dadurch an der Stelle einfach aus.

Nicht selten ist der Transport in der gesamten Tiefkühlkette das Problem, da nicht immer eine gleichbleibende kühle Temperatur gewährleistet ist. Auch unbemerkte Stromausfälle oder eine offene Gefrierschranktür, die vergessen wurde zuzumachen, können Ursache für einen Gefrierbrand sein. Steigt dadurch die Temperatur der gefrorenen Lebensmittel, so verdunstet Wasser aus den oberflächennahen Schichten. Fällt die Temperatur dann wieder, z.B. durch das Schließen der Tür, so kondensiert oder gefriert es wieder zu Wassertröpfchen und Eiskristallen auf den Lebensmitteln und der Verpackung.

Wo kann Gefrierbrand auftreten?

Teilweise auch als „Frostbrand“ bezeichnet, kann es an jedem tiefgefrorenen Lebensmittel auftreten. Sowohl Fleisch, Fisch, Brot oder andere Lebensmittel können betroffen sein, selbst Speiseeis ist nicht davor gefeilt.

Ist Gefrierbrand schädlich für die Gesundheit?

Es kommt nicht selten vor, dass Verbraucher die angegriffenen Produkte als verdorben einstufen und sie gleich komplett in den Müll werfen. Das muss nicht sein und ist oft auch eine Verschwendung, denn: Gefrierbrand ist weder gesundheitsschädlich noch giftig für unsere Gesundheit.

Es handelt sich nur um verdunstetes Wasser und wie bei einer Wurst, die einen trockenen Rand hat, kann man die unansehnliche Stelle auch einfach abschneiden und den Rest normal verarbeiten. Sie könnten selbst die Stelle mit Gefrierbrand essen, allerdings ist das nicht sehr schmackhaft.

Wichtig: Aufpassen müssen Sie, wenn der Gefrierbrand von einer fehlerhaften Kühlkette her stammt. Dabei ist nicht der Gefrierbrand problematisch oder gesundheitsschädlich, sondern die möglicherweise in den Lebensmitteln entstandenen Bakterien.

Was tun, wenn sich Gefrierbrand gebildet hat?

Tückisch ist, dass die betroffenen Stellen beim Auftauen kein Wasser mehr aufnehmen können. So verliert das Lebensmittel Nährstoffe und Geschmack. Die Konsistenz wird zäh und ledrig. Es ist also ratsam die betroffenen Stellen vor dem Braten oder Kochen wegzuschneiden.

Wie lässt sich Gefrierbrand vermeiden?

Gefrierbrand vermeiden können Sie, indem Sie folgendes beachten:

  1. Gefrierbeutel benutzen – die Verpackung machts! Wenn Sie den Raum des Gefrierguts durch eine möglichst eng anliegende und wasserdampfdichte Verpackung begrenzen verliert das Gefriergut kaum noch an Flüssigkeit. Der Gefrierbeutel sollte fest und möglichst luftdicht verschlossen werden. Entweder streicht man die Luft mit der Hand raus oder Sie schweißen Fleisch und Gemüse mittels Vakuumiergerät ein.
  2. Glasieren – hierbei wird das Fleisch auf einen Teller gelegt und für ca. 2 Stunden in den Gefrierschrank gegeben. Das leicht angefrorene Produkt dann herausnehmen, mit etwas Wasser bestreichen und wieder für kurze Zeit ins Kalte geben. Dann kann es luftdicht verpackt und richtig eingefroren werden. Auf diese Weise hat sich eine Eisschicht auf dem Lebensmittel gebildet, die Schutz bietet.
  3. Gefrierschranktür – möglichst nur kurz und wenig öffnen, da Temperaturschwankungen entstehen können
  4. Kühlkette beachten – Gefriergut aus dem Supermarkt sollte am besten in einer Kühltasche nach Hause transportiert werden, damit möglichst durchgehend eine Temperatur von –18 °C oder darunter eingehalten wird.
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Beachten Sie aber bitte auch, dass selbst tiefgefrorene Lebensmittel nicht für immer haltbar sind. Wie lange sich Ihr Gefriergut ungefähr hält, entnehmen Sie bitte unserer Gefriertabelle.

Kann man auch mit Alufolie einfrieren?

Unter Umständen ist das Einfrieren mit Alufolie auch möglich. Dabei sollte beachtet werden, dass Alufolie von Salz und Säure angegriffen wird, was dazu führen kann, dass ein metallischer Glanz auf dem Gefriergut zurück bleibt. Für den einen oder anderen mag das nicht sehr ansehnlich sein. Die Alufolie eignet sich dagegen gut bei größeren Kuchenstücken.

Übrigens sollten Sie keine normalen Plastiktüten zum Einfrieren verwenden, sondern nur Gefrierbeutel oder kältestabile Dosen. Der Grund dafür besteht darin, dass zum Beispiel Müllbeutel aus gebrauchtem Kunststoff hergestellt werden und in Deutschland nur weniger strengen Gesundheitsvorschriften unterliegen als Gefrierbeutel. Müllbeutel können u.U. bei längerem Kontakt mit Lebensmitteln schädliche Lösemittel abgeben, was wiederum gesundheitsgefährdend ist. Aber auch Gefrierbeutel dürfen Sie nur einmal verwenden und sollten Sie danach entsorgen.

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